Hoi An/Hai Van Pass

In Hoi An übernachteten wir in einem Party Hostel. Das Flair dort war wirklich cool. Das Hostel war voll mit jungen Travellern, wir hatten einen relativ großen Pool, eine Bar und ein sehr gutes, günstiges Restaurant im Haus. Dort konnten wir uns erstmal gut von der anstrengenden Anreise erholen.

Berühmt ist Hoi An für seine Altstadt, die sogar UNSESCO Kulturerbe ist. Der Mix von Vietnamesischen, Französischen, Chinesischen und Japanischen Einflüssen ist hier einzigartig. Und es ist wirklich wunderschön am Fluss entlang und durch die engen Gassen der Altstadt zu spazieren. Das Wahrzeichen der Stadt ist die japanische Brücke, die schon im 16. Jahrhundert gebaut wurde. Das schönste sind jedoch die bunten Fassaden der Häuser, die Pagoden und die Blumen überall.

 

Da ich ein wenig gehandicapt war und nach einiger Zeit leider kaum mehr laufen konnte, war es zum Schluss aber eher qualvoll auf den alten Pflastersteinen entlang zu spazieren. Das müssen wohl auch andere bemerkt haben, da plötzlich zwei Mopedfahrer neben uns hielten und uns anboten uns zum Hostel zu fahren. Dankend nahmen wir an und luden die beiden Deutschen noch in unser Hostel auf ein Bierchen ein.

Auf dem Weg zum nächsten Ziel, Hue, gab es noch einiges zu sehen, deswegen entschieden wir uns diesmal für alternative Transportmittel. Max und James liehen sich Mopeds (125 ccm) und wir Mädels ein privates Auto inkl. Fahrer. Den ersten Stop machten wir bei den Marble Mountains. Diese bestehen aus fünf Felsen, die angeblich Schalenreste eines Drachens sein sollen. Jeder der Felsen steht für eines der fünf Elemente. Nur der Wasserfelsen ist für Besucher zu betreten. Im Vietnamkrieg soll hier ein geheimes Lazarettbetrieben worden sein. Als wir ankamen freute ich mich erstmal über den riesigen Lift und dass ich nicht wie befürchtet bis ganz nach oben humpeln musste 😉 Im Nullkommanix waren wir auch schon oben. Trotz den vielen Touristen umgab diesen Ort eine mystische Atmosphäre. Alte, unregelmäßige Treppen und Pflasterwege führten um den Hügel herum. Auf dem Weg sieht man duzende, wunderschöne Tempel, Statuen und Höhlen. Leider haben wir uns wieder die Mittagszeit für unseren Besuch ausgesucht, somit war es unerträglich heiß. Auf dem Weg zurück liefen uns überraschenderweise die Jungs (die eine Stunde später gestartet sind) über den Weg. Mit einem gebrochenen Zehen dauert eben alles etwas länger 😉

Weiter ging es dann Richtung Hai Van Pass (oder auch Wolken-Pass – wobei für uns durchgehend die Sonne schien 😉 ). Dieser ist die natürliche Grenze zwischen Nord- und Süd- Vietnam.  Schon nach einer kurzen Fahrt bergauf blieben wir an einem atemberaubenden Aussichtspunkt stehen. Unter uns ein langer, einsamer Strand, um uns herum Dschungel und Berge. Der Hammer! Die gesamte Fahrt über schauten wir aus dem Fenster und genossen die unglaubliche Aussicht. Die Strecke wurde übrigens auch durch eine Folge von Top Gear bekannt. Oben angekommen blieben wir noch bei den alten Französichen/US Bunker stehen. Die Fahrt abwärts war genauso spektakulär. Bei der Lagune, am Fuße des Passes, machten wir noch einen Essens-Stop.

Nach einem sehr spannenden Tag, erreichten wir Hue noch vor den Jungs. Eineinhalb Stunden später trudelten auch sie ein, nachdem sie sich durch die Rush-Hour in Hue gekämpft hatten. Das schien eindeutig kein Spaß gewesen zu sein. Nun sind wir gespannt was die Kaiserstadt alles zu bieten hat 😉


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