Koh Tao

Eine Stunde dauerte die Überfahrt zur letzten Insel-Station: Koh Tao.  Auf der nur 21km² großen Insel gibt es knapp 70 Tauchschulen. Dementsprechend dreht sich hier auch alles ums Tauchen. Wir haben viel im Vorfeld recherchiert und haben uns (unwissend) für die größte Tauchschule der Insel entschieden – Bans Diving. Obwohl wir erst in eine kleinere, „persönlichere“ Tauchschule wollten, haben wir rückblickend die richtige Entscheidung getroffen. Wir hatten Mega Glück mit unserem Tauchlehrer (Marcel) und der 4-Tägige Kurs hat echt Spaß gemacht. In unserer Gruppe waren wir zwar zu 8t aber unter Wasser war jeweils ein Instructor für 4 Schüler verantwortlich. So hat sich jeder sicher gefühlt. Nach den ersten beiden, etwas trockenen Theorie-Einheiten ging es dann an Tag zwei für 4 Stunden in den Pool zum Üben. Das erste Mal unter Wasser zu atmen ist ein sehr eigenartiges Gefühl, an das man sich erstmal gewöhnen muss. Auch die 13 kg schwere Ausrüstung, mit den vielen Schläuchen und Geräten, kann im ersten Moment ein bisschen abschreckend wirken. Aber spätestens wenn man sich dann damit auskennt ist man ziemlich froh, dass da so viele Schläuche sind 😉 . Wir übten uns unter Wasser zu bewegen, Druckausgleich, Aufstieg, Zeichen und simulierten die verschiedensten Notfälle (keine Luft mehr, Brille weg, Regulator kaputt, Buddy weg usw). Zum Schluss wurde es dann trotz der 30° Wasser und 35° Lufttemperatur doch ziemlich kalt im Pool. Nach der Session waren wir dann alle echt kaputt.

Am Tag darauf folgte dann das wirklich spannende: Unsere ersten beiden Tauchgänge im Meer. Wir waren sooo aufgeregt. Wie es wohl sein wird das erste Mal in der Tiefe zu atmen, die Unterwasserwelt zu entdecken, um uns herum nichts als Wasser und der weite Ozean. Ein bisschen nervös waren wir natürlich auch. Vor allem ob das mit dem Druckausgleich auch funktionieren würde, da wir beide erkältet waren (jaaaa, man sollte nicht erkältet tauchen aber jetzt waren wir nun mal da 🙂 ). Es hat alles wunderbar funktioniert und es war einfach unglaublich. Als würde man in eine andere Welt abtauchen. Wir sahen hunderte Fische, einer bunter als der andere, Felsformationen und riesige Korallen. Wir waren mittendrin! Es war alles noch viel lebendiger als wir es uns vorgestellt hätten. Sogar einen Blaupunktrochen haben wir gesehen 🙂 Unten mussten wir dann nochmal die gleichen Übungen machen wie im Pool. Am Nachmittag folgte dann die Theorieprüfung. Easy – wir haben alle bestanden. 😉

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Am nächsten Morgen folgten dann die letzten beiden Tauchgänge. Leider war das Wetter ziemlich schlecht und es regnete in Strömen. Es war „arschkalt“ (wir sind die Hitze halt schon gewöhnt ;P ) auf dem Boot. Die erste Übung war ein Notaufstieg aus 5 Metern. Trotz zwei Nasivin zum Freimachen der Nebenhöhlen hat der Druckausgleich bei mir diesmal einfach nicht geklappt. Meine Verkühlung war stärker geworden und ich hatte von den Tauchgängen am Tag vorher noch Probleme mit den Ohren. Leider musste ich aufs Boot zurück. Max hat die letzten beiden Tauchgänge erfolgreich durchgezogen und ist jetzt Open Water Diver (selbstständiges Tauchen auf 18 Meter). Ich bin Scuber Diver und darf ebenfalls weitertauchen – halt eben nur auf 12 Metern und nicht alleine. Aber die zwei Tauchgänge, die mir noch fehlen, werde ich mit Sicherheit noch im Laufe unserer Reise nachholen. Dann aber gesund!!!

Zur Feier des Tages gingen wir am Abend mit unserer „Klasse“ aufs Koh Tao-Festival. Dort gab es leckeres Essen und Live-Musik. Najaa.. Thai-Rock-Bands klingt für unsere Ohren dann doch noch ein wenig ungewohnt 🙂

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Morgen müssen wir dem Meer dann erstmal wieder „Tschüss“ sagen. Mit dem Zug machen wir uns auf den Weg nach Chiang Mai. Wir sind gespannt was der Norden so zu bieten hat.


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