Bogotà

Da wir leider keinen günstigen Flug mehr bekommen haben, mussten wir wohl oder übel den den Bus nach Bogotá nehmen. „Gemütliche“ 22 Stunden sollte es bis in die Hauptstadt dauern. Sollte!! Am Schalter teilte man uns schon mit das eine der Straßen gesperrt sei und wir deshalb ein, zwei Stunden länger brauchen würden. Nach einer Weile im Bus stieg plötzlich ein Sicherheitsbeamter ein, der lang und breit irgendwas erklärte. Natürlich waren wir die einzigen Touristen auf dieser Route und keiner konnte uns übersetzen was das ganze TamTam zu bedeuten hatte. Ein paar mehr Brocken Spanisch wären da nicht schlecht gewesen :/ Nach einer Weile brachten wir eine Dame dazu, uns im Übersetzer einzutippen was da vor sich geht. Leider waren das keine erfreulichen Nachrichten. Die Guerilla Gruppe ELN hatte die Friedensverhandlungen mit der Regierung ausgesetzt und genau in dem Zeitraum in dem wir reisten, vor Entführungen und Angriffen auf Reisende gewarnt. Und natürlich fuhren wir genau durch ihr Gebiet. Na toll. Jetzt hatten wir eh schon so eine lange Fahrt vor uns und dann auch noch DAS. Ca. 20 Buse auf dieser Route (Brasilia Express und Rapido Ochoa) trafen sich nun in einem Busterminal, um dort die Nacht abzuwarten und dann im Konvoi weiterzufahren. 6 Stunden, ohne Motor (das heißt ohne Klima), mit ca. 40 Leuten im Bus – an schlafen war da natürlich nicht zu denken. Als es endlich weiter ging kamen wir noch in eine Militärkontrolle. Die einzigen Gepäckstücke die kontrolliert wurden waren natürlich unsere 🙂 Komisches Gefühl, wenn 5 Männer in schusssicherer Weste und schwer bewaffnet darauf warten, dass du dein Gepäck vorzeigst. Zum Glück kamen wir dann aber unbeschadet und ohne weitere Zwischenfälle nach 30 Stunden in Bogotá an. Das war mit Abstand die schlimmste unserer Anreisen.

Am Busterminal wurden wir dann von David (Tamaras Freund aus London) abgeholt. Bei dem übernachteten wir die nächsten Tage. Richtig cool mal mit einem Local die Stadt zu erkunden und so auch die nicht-touristischen Seiten einer Stadt kennen zulernen. Bogotá ist nicht die schönste Stadt, die wir in Kolumbien gesehen haben, sie hat aber durchaus auch tolle Ecken. Alleine hätten wir uns aber sicher schwerer getan uns die guten Dinge heraus zu picken. Im Zentrum ist es laut, hektisch und chaotisch. Dort haben wir uns nur das Goldmuseum angeschaut und den Hauptplatz, den Plaza Bolivar. Hat uns beides nicht besonders umgehauen ;). Im Norden, wo wir gewohnt haben, herrscht typisches Großstadtflair. Hier sieht man moderne Hochhäuser, Malls und Einkaufsstraßen. Trotz der anstrengenden Anreise hatten wir eine tolle Zeit in Bogotá.

Bester Kaffee der Welt!

IMG_3960

Jetzt ist die erste Hälfte unserer Reise schon vorbei. Soooo schnell vergeht die Zeit. Nach einem Zwischenstopp in Miami beginnt für uns ein neues Abenteuer… auf der anderen Seite der Welt. Deswegen verlassen wir Südamerika einem lachenden und einem weinenden Auge! 😦 🙂

Adios Südamerika, wir hatten eine wunderschöne Zeit…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s