Medellín

Das erste an was bzw. an wen die meisten denken, wenn sie Medellín hören ist natürlich Pablo Escobar. Und ja, der Drogenkrieg und die Kartelle sind ein großer Teil der Geschichte Medellíns und ganz Kolumbiens. Aber eben nicht nur! Wir sind begeistert von der Stadt, den Menschen und der unglaublichen Entwicklung, die dieses Land in den letzten Jahrzehnten geleistet hat. Medellín hat es uns ganz besonders angetan. Die Stadt ist unglaublich grün und das Klima ist perfekt. Nicht um sonst nennt man sie „die Stadt des ewigen Frühlings“. Im Viertel El Poblado gibt es sehr viele Bars, Restaurants und Clubs. Dort ließ es sich nach dem gemeinsamen Kochen richtig gut feiern!

Da wir uns eben auch für diesen bestimmten Teil der Geschichte interessierten und wir auch ziemliche Narcos-Fans geworden sind, machten wir die umstrittene „Pablo Escobar-Tour“. Davon haben wir uns nicht viel erwartet, wurden aber sehr positiv überrascht. Wir besuchten wichtige (Schau-) Plätze und hörten die Story aus der Sicht eines Locals, der damals alles hautnah miterlebt hatte. Es war spannend zuzuhören und zu erfahren wie sehr Kolumbien unter dem Drogenkrieg selbst und vor allem unter diesem narzisstischen und gestörten Menschen gelitten hat. Auch wenn es heute noch Leute gibt, die der Meinung sind, er hätte auch Gutes getan…

Pablos Grab (die Blumen sind nicht von uns!), das Dach auf dem er erschossen wurde und sein Hauptwohnsitz in Medellín (ein ganzer Wohnblock für 5 Leute+Bodyguards).

Einige Tage vor unserer Ankunft haben wir erfahren, dass der Fußballclub Independiente Medellín spielen wird, wenn wir in der Stadt sind. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es war auf jeden Fall ein ganz besonderes Erlebnis ein Fußballmatch in Kolumbien live mitzuerleben. Die Stimmung war gigantisch. Es wurde gesungen, gefeiert und getanzt. Natürlich hat Medellín gewonnen 🙂

Hammer Stimmung!

Ein weiteres Highlight für uns war die Free Walking Tour durch die Comuna 13. Da es in dieser Favela am Rande Medellíns keine Polizei, Regierung oder sonst was gibt, entwickelte sie sich zum gefährlichsten Teil der Stadt (wenn nicht ganz Kolumbiens). Wir hörten unglaubliche Geschichten und Horrorstories, die es uns kalt den Rücken hinunter laufen ließen. Die Leute dort waren Elend, Gewalt und Krieg hilflos ausgesetzt. In den letzten Jahren hat sich die Comuna 13 durch verschiedene Projekte (z.B. durch Graffitikunst) sehr zum Guten weiterentwickelt. Um es den Einwohnern einfacher zu machen, sich in die Stadt zu begeben um zu arbeiten, baute man Rolltreppen mitten in die Favela. Das ist echt mega cool 🙂

Coolstes Graffiti ever 🙂

Ein bisschen Action musste natürlich auch sein 😉 Also entschieden wir uns für Paintball. Aber nicht irgendwo.. sondern auf Pablo Escobars (von den Los Pepes zerbombten) Anwesen in der Nähe von Guatapé. Alles steht noch genauso da wie die Los Pepes es damals hinterlassen haben. Nur eben geplündert. Pablo Escobar hatte bekanntlich so viel Geld, dass er es irgendwann vergraben musste.  Da versuchte natürlich so mancher sein Glück. Klingt erstmal ziemlich makaber aber die Location war perfekt und ziemlich authentisch. Die Atmosphäre war einfach einmalig. Dorthin fuhren wir auf einem Jeep – ja, AUF einem Jeep. Sowas wäre bei uns ebenfalls unmöglich, vor allem da wir auch über die normale Straße gefetzt sind.

Nach dem Paintball ging es noch in das wunderschöne Städtchen Guatapé. Dort steht auch der berühmte Felsen (der größte Südamerikas) auf dessen Spitze 690 Stufen hinauf führen. Sportlich wie wir mittlerweile sind, war das natürlich ein Klacks für uns 😛

Obwohl wir verhältnismäßig lange in Medellín waren, wären wir gerne noch etwas länger geblieben. Da die Weiterreise nach Asien jedoch schon geplant ist, mussten wir uns ans Zeitlimit halten. Das nächste Ziel tröstet uns jedoch hinweg: Cartagena, an der Karibikküste!!


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