Salento/Valle de Cocora

Eine der besten Entscheidungen war es unsere Zeit in der Kafferegion Kolumbiens in Salento (statt in Armenia) zu verbringen. Das kleine Städtchen ist wunderschön! Trotz der Touristen ist es ziemlich ursprünglich und zum Teil fühlt man sich in der Zeit um ein paar Jahrzehnte zurück versetzt. Die bunten Häuser, die netten Menschen und die atemberaubende Landschaft rundherum machen diesen Ort so einzigartig.

Und er ist der perfekte Ausgangspunkt zum wunderschönen Valle de Cocora. Dorthin gelangten wir gleich am ersten Tag mit einem der sogenannten „Willys“ (Jeeps). Am Ausgangspunkt angekommen, marschierten wir voller Elan gleich drauf los. Dort wussten wir noch nicht, dass die Wanderung 6 Stunden dauern würde und abschnittsweise sehr an unseren Kräften zehren wird 🙂  Um es kurz vorweg zu sagen: Es war die Anstrengung absolut wert! Alleine der Wanderweg war schon spektakulär. Über wackelige Holzbrücken, Holzstämme und Bäche ging es durch den Halb-Dschungel bzw. den Nebelwald. Immer wieder kreuzten „Cowboys“ auf ihren Pferden unseren Weg. Die sehen übrigens wirklich aus wie im Film. Wie man sich einen typisch Kolumbianischen Farmer eben vorstellt. Rund um Salento gibt es mehrere Ranches, auf denen man auch übernachten kann. Nach Cali haben wir es allerdings vorgezogen im Zentrum zu bleiben 🙂 Wobei es hier in der Gegend absolut sicher ist!

Eine Zwischenstation der Wanderung war ein kleines „Restaurant“ (es gab nur Suppe oder Kartoffelbällchen), mitten im nirgendwo, das auch als eine Art Vogelauffangstation fungiert. Dort konnten wir duzende Kolibris aus der Nähe beobachten. Die für uns schönsten Vögel der Welt begleiten uns nun schon unsere ganze Südamerikareise. Leider haben wir keine Tucans gesehen, die kommen immer nur morgens :/

Das letzte Stück nach oben war das anstrengendste. Aber es hat sich definitiv geloht. Der Ausblick auf das Valley und die Berge war atemberaubend. Zum Glück hatte das Wetter auch mitgespielt. So konnten wir die vielen gigantischen Wachspalmen, die nur hier vorkommen, in ihrer voller Pracht bestaunen. Sie werden bis zu 60 Meter hoch und zählen somit zu den höchsten Bäumen der Welt. Es war der Wahnsinn! Völlig geschlaucht ging es dann im Willy wieder zurück nach Salento.

Mit unserer Truppe, die wir beim wandern kennengelernt hatten, wollten wir noch das Nationalspiel Kolumbiens ausprobieren: Tejo. Das Prinzip ist ziemlich simpel. Man braucht nur einen 6 kg schweren Stein und eine mit Lehm bestrichene Platte, in deren Mitte ein Metallring steckt. Der Ring wird mit Briefchen, gefüllt mit Schießpulver, bedeckt. Ziel ist es diese aus ca. 12 Meter Entfernung zu treffen und zum explodieren zu bringen. Natürlich wird das Spiel immer in Kombination mit Bier gespielt. Das macht echt Spaß 🙂

Da wir im Kaffeanbaugebiet sind, mussten wir natürlich eine Kaffefarm besichtigen. Uns wurde vom Pflanzen der Kaffebohne bis zum fertigen Kaffe alles ganz genau erklärt. Und natürlich wurde uns zum Schluss auch ein echter, frisch produzierter, Kolumbianischer Kaffee serviert. Leeeecker!!

Da es uns hier so gut gefällt, haben wir noch einen Tag verlängert um ein bisschen zu chillen, durch die Straßen zu schlendern und das Flair zu genießen. Morgen früh  geht es mit einem Teil unsrer Truppe weiter nach Medellin.


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