Quito

Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir die Hauptstadt Quito. Unser Hostel lag im sogenannten Gringo-Viertel. Und das ist es wirklich – Amerikanische Restaurants, Sportbars und Happy Hour-Schilder dominieren hier das Stadtbild. Weil es hier so viele Clubs und Bars gibt, ist das Viertel aber auch bei Einheimischen sehr beliebt. Am ersten Tag  ging es mit einem Hop on-Hop off Bus in die historische Altstadt. Diese wurde damals als allererste Stadt überhaupt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Und zu Recht: Wir waren begeistert von den wunderschönen Kolonialbauten, den engen Gassen und den vielen Kirchen. Touristen haben wir hier nicht viele gesehen. Aber das hat das Flair der Altstadt bewahrt. Mit blonden Haaren fällt man hier jedenfalls auf 🙂

Die wunderschöne Altstadt (Plaza Grande)!

Zuerst besichtigten wir die Basilika von Quito. Die ist wirklich riesig. Statt den üblichen Figuren zieren hier Schildkröten, Gürteltiere und Leguane die Gemäuer der Kirche– echt witzig! Von oben hatten wir eine Wahnsinns Aussicht auf die Stadt. Der Weg hinauf ist allerdings nur was für Schwindelfreie. Von uns beiden hat sich nur einer getraut ganz hinauf zu klettern 😉

Danach fuhren wir auf den El Panecillo. Der Hügel thront über die gesamte Stadt. Auf dessen Spitze steht die berühmte Madonna-Statue.  Von hier hatten wir ebenfalls eine Hammer-Aussicht über Quito. Der offene Bus entpuppte sich zeitweise als sehr gefährlich, da die Stromkabel in der Altstadt ziemlich tief hängen. Wir haben es allerdings überlebt ;P

Wenn man in Quito ist, darf ein Ausflug zum Mitad del Mundo (Mitte der Erde) natürlich nicht fehlen. Das historische Monument sollte 1723 die genaue Äquator-Linie kennzeichnen. So kam Ecuador auch zu seinem Namen. Nur haben sich die Wissenschaftler damals um ca. 200 Meter verschätzt. Das erstaunliche – vor kurzem hat man eine Prä-Inka-Ruine genau auf der Mittellinie des Äquators auf einem Hügel, 200 Meter nördlich des Monuments, entdeckt. Echt interessant. Da waren die altmodischen Methoden doch genauer als die moderneren Messgeräte 1000 Jahre später. Neben dem Monument gibt es noch einige Museen, wissenschaftliche Geräte (für Experimente zur Wirkung des Äquators) und ein Planetarium zu sehen. Ein Besuch ist es also trotzdem wert. Wir hatten jedenfalls Spaß 🙂 Danach ging es noch zum Vulkan Pululahua. Im Krater des noch aktiven Vulkans leben tatsächlich Menschen. Dass er nochmal ausbrechen wird, ist aber ziemlich unwahrscheinlich.

Mitad del Mundo!

Am nächsten Tag fuhren wir auf dem Weg nach Otavallo noch zur ECHTEN Äquatorlinie. Das Monument ist viel kleiner, es gibt viel weniger Touristen und viel mehr interessante Infos. Und als wir unseren Kompass zückten, hatten wir auch wirklich den Beweis: 0°0“0‘ 🙂

Ebenfalls auf dem Weg zum eigentlichen Ziel stoppten wir noch bei einem wunderschönen Wasserfall.

In Otavallo angekommen stürzten wir uns gleich ins Marktgeschehen. Am Samstag transformiert sich der Markt zum größten in ganz Südamerika. Wir waren unter der Woche dort und er war so schon riesig. Da wir auf unserer Reise den Komfort von Hängematten zu lieben und schätzen gelernt haben, mussten wir uns unbedingt ein Exemplar für zu Hause mitnehmen. Unsere Backpacks platzen jetzt zwar aus allen Nähten… aber das ist es uns wert 🙂 Sie sind sooooo gemütlich!

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Halt bei einem Kratersee, auf dem wir eine Bootsfahrt machten. Dieser Vulkan ist ebenfalls noch aktiv, was man an den unzähligen Bläschen im Wasser erkennen konnte.

Nach einer wunderschönen Zeit in Ecuador, geht es jetzt weiter zu unserem letzten Ziel in Südamerika – nach Kolumbien!


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