Montañita

Da uns unser Laptop in die Irre geführt hat (bzgl. Datum und Uhrzeit) haben wir das Hostel in Montañita einen Tag zu spät gebucht. Die einzige freie alternative für die erste Nacht war eine Öko-Lodge auf einem Hügel über der Stadt. Die ist momentan nur zu Fuß erreichbar! Wir ließen uns vom Taxi so weit wie möglich hinauf fahren. Dennoch mussten wir unsere Backpacks noch ein ganzes Stück hinauf schleppen. Angekommen waren wir zwar nicht überrascht nur „Hippies“ anzutreffen, aber ein wenig geschockt von der extremen Einfachheit der Lodge. Es gab nur ein Plumps- bzw. Kompostklo!!  Sowas hatten wir noch nie gesehen. Es gab keine Spülung, nur Holzspäne zum „drüber werfen“. Zum Glück blieben wir nur eine Nacht – also mussten wir das Klo nur einmal kurz benutzen. Und das war eine ziemliche Überwindung. Männer haben es hier definitiv einfacher als Frauen. Unser Doppelzimmer wurde anscheinend doppelt gebucht, deswegen wurden wir in ein günstigeres Zimmer umquartiert. Wobei  „Zimmer“ der falsche Ausdruck ist. Wir wohnten in einer kleinen Mini-Hütte mitten auf dem Gelände. Das Dach war aus Stroh, die Tür bestand aus ein paar zusammen genagelten Holzbrettern und sogar das Bett war aus Holzstämmen gebaut. Irgendwie cool – irgendwie aber auch nicht 🙂 Auf jeden Fall war es wieder eine neue Erfahrung für uns. Die Lodge war sogar noch einfacher ausgestattet als damals die im Dschungel. Nur, dass es hier Strom gab. Zum Glück haben wir keine Bekanntschaft mit Skorpionen gemacht, davon soll es hier nämlich ziemlich viele geben. Die Hütte war logischerweise nicht besonders dicht und Krabbeltiersicher. Die Nacht verlief den Umständen entsprechend eigentlich ziemlich ruhig. Bis die Nachbarlodge um 4 Uhr Morgens eine After-Party (die Clubs schließen um 4) veranstaltete. Wir kamen uns vor, als würden wir mitten auf der Tanzfläche in einer Discothek liegen. Naaajaaa… zumindest die Aussicht von dort oben war wunderschön und die Leute waren nett… alternativ aber sehr nett 🙂

Unsere Öko-Lodge – mal was anders 🙂

Am nächsten Tag ging es dann in unsere eigentlich gebuchte Unterkunft. Die ist zwar mitten im Zentrum aber dennoch ruhig gelegen. Umgeben von Hühnern, Enten und Leguanen 🙂 Wir fühlten uns hier definitiv ein bisschen wohler. Montañita ist eine Party- und Surferstadt. Im Zentrum reihen sich Restaurant an Restaurant, Bar an Bar und Cocktailstand an Cocktailstand. Dennoch herrscht ein chilliges Flair. Tagsüber ließen wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen, abends gab es dann leckere Cocktails für nur 3 Dollar (die Landeswährung ist in Ecuador übrigens der US-Dollar).

Von der Hippie-Lodge auf den Bauernhof! 😉

IMG_1992

Sonne, Strand und Meer! So lässt es sich leben!

Partytimeee 🙂

Da wir die Galapagos Inseln aus Kostengründen leider auslassen mussten, kamen wir um einen Besuch der Isla de la Plata nicht herum. Die Insel wird, genauso wie die Isla Ballestas in Paracas, als die „Poor Man’s Galapagos“ bezeichnet. Los ging es am frühen Morgen Richtung Puerto Lopez, von wo aus die Touren zur Insel starten. Die Fahrt dorthin war der Horror (vor allem für Max). Der Busfahrer fuhr wie ein Verrückter! Mit mindestens 100 km/h fetzten wir durch die kleinen Dörfer und später über eine kurvenreiche Straße durch den Wald. Max war hundsübel als wir am Hafen ankamen. Die Überfahrt zur Insel dauerte dann nochmal eine Stunde. Leider haben wir im Gegensatz zu den anderen Booten keine Delfine gesehen 😦 . Zum Trost konnten wir aber noch ein paar Meeresschildkröten beobachten, die sich um unser Boot tummelten. Dann startete die Wanderung. Die Insel selber ist ziemlich karg und es gibt wenig grün. Unser Ziel war es, mindestens einen Blaufußtölpel zu sehen. Das wurde bei weitem übertroffen 🙂 Die Klippen bieten eine wunderschöne Aussicht. Von hier aus kann man in der Bucht sogar manchmal Haie beobachten. Da die Insel wenige Schattenplätze bietet und wir genau zur Mittagszeit dort waren, war der Rückweg eine ziemliche Tortur. Es war soooo unglaublich heiß! Da kam der nächste Programmpunkt wie gerufen: Schnorcheln 🙂 Wir konnten uns an dem wunderschönen Riff und den bunten Fischen gar nicht satt sehen. Leider waren auch ein paar fiese Mini-Quallen unterwegs. Das Wasser ist hier so viel wärmer als in Peru. Wir hatten richtiges Urlaubsfeeling!

Armer Max …

Hammer Aussicht und coole Vögel auf der Isla de la Plata!

Abkühlung nach der anstrengenden Wanderung!

Als nächstes geht es jetzt wieder etwas höher nach Baños. Das wird eine ziemliche Umstellung, denn dort wird es wieder kälter! Aber naja… wir wollen eben so viel wie möglich von dem Land sehen 🙂

 


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