Huaraz

Wir haben lange überlegt ob wir von der Küste nochmal in die Berge nach Huaraz (3100 m) fahren sollen oder nicht. Da wir aber so schnell sicher nicht mehr in diese Gegend kommen, haben wir uns dafür entschlossen die 8 Stunden Umweg auf uns zu nehmen. Zum Glück, denn die Landschaft war eine der beeindruckendsten unserer bisherigen Reise. Die Stadt selber ist nicht besonders schön, dafür aber spotbillig. Der Tourismus ist hier noch nicht ganz so ausgeprägt wie im Süden Perus. Trotzdem waren wir überrascht wie viele Backpacker hier sind, zumal gerade Nebensaison ist.

Nachdem wir den ersten Tag zur Höhenakklimatisierung eher gemütlich verbracht haben, haben wir für den nächsten Tag gleich eine Tour gebucht. Nämlich zum Pastoruri Gletscher im Huascaran Nationalpark, der auf einer Höhe von ca. 5000 Meter liegt. Er ist einer der am leichtesten erreichbaren Gletscher der Welt. Die Gelegenheit mussten wir natürlich nützen 🙂 . Der Weg allein war schon faszinierend. Wie schauten die ganz Zeit über staunend aus dem Fenster. Es war eine komplett andere Landschaft als wir bis jetzt gesehen haben. Da wurde uns wieder bewusst was für unglaubliches Glück wir haben, so etwas zu sehen und erleben zu dürfen.

Unseren ersten Stop machten wir bei einer wunderschönen, farbenprächtigen Lagune. Dort konnten wir aussteigen und ein bisschen durch die Landschaft spazieren. Nicht weit davon, konnten wir eine der seltensten Pflanzen der Welt bewundern. Die Puja Raimondii. Sie wird bis zu 12 Meter hoch, ca. 100 Jahre alt und sie blüht nur ein einziges Mal bevor sie stirbt. Die Hänge waren gespickt von diesen außergewöhnlichen Pflanzen. Leider haben sie schon letztes Jahr geblüht.

Je weiter wir hinauf fuhren, desto dünner wurde die Luft und das Herz fing an zu rasen. Zum Glück haben wir schon einige Wochen in der Höhe verbracht und uns schon ein bisschen daran gewöhnt. Obwohl wir aus Lima (Meereshöhe) gekommen sind, hatten wir fast keine Symptome, im Gegensatz zu manchen anderen. Das letzte Stück zum Gletscher mussten wir dann laufen (ca. eine Stunde aufwärts). Der Weg ist zwar gepflastert aber auf dieser Höhe wird es schon ziemlich anstrengend. Für diejenigen, die das nicht schaffen gibt es noch die Möglichkeit mit dem Pferd hinauf geführt zu werden. Wir sind natürlich gelaufen 😉

Oben angekommen wird man mit einem absolut überwältigenden Anblick belohnt. Je näher man kommt, desto mächtiger und beeindruckender wird der Pastoruri. Durch die Klimaerwärmung wird der Gletscher in 8-10 Jahren leider nicht mehr da sein. Wir hatten eine ganze Stunde um die Landschaft auf uns wirken zu lassen. Im Verhältnis zu der Natur um uns herum kamen wir uns winzig vor.

Danach ging es wieder zurück ins Hostel  und wir ließen den Tag mit einem leckeren Essen und einem Bierchen ausklingen. Was für ein Hammer Erlebnis. Jetzt geht es zurück ans Meer zum Surfen 🙂

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Adios Huaraz!


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