Puno

Juhuuu, an der Grenze ist alles gut gegangen und wir sind legal und ohne Bestechung aus Bolivien aus und in Peru eingereist 😉 In Puno hatten wir nur einen Tag. Den wollten wir so gut wie möglich nutzen, deswegen entschieden wir uns für eine Tour zu den schwimmenden Inseln der Uros. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt, wo gerade eine Studentendemo stattfand. Die Demos in Peru sind definitiv ein bisschen anderes wie bei uns. Das Südamerikanische Temperament kommt deutlich zum Vorschein, denn es war ziemlich laut und chaotisch. Das hat uns, besonders wegen den Knallkörpern, zuerst ein wenig erschreckt. Es ging aber alles friedlich von Statten.

Endlich wieder leckeres Essen – und dann auch noch Gemüse.. mhmmm 🙂

Auf die Uros waren wir sehr gespannt. Wir hatten im Vorhinein schon unterschiedliche Meinungen gehört aber wollten uns unbedingt einen eigenen Eindruck verschaffen. Nach unspektakulären 30 Minuten Fahrt durch dichtes Schilf, eröffnete sich uns ein beeindruckter Anblick. Die ca. 50 aneinandergereihten Inseln, mitten im See, sahen wirklich so aus wie wir uns das vorgestellt haben. Als wir eine der Insel erreichten, begrüßte uns schon die Präsidentin (jede Insel hat eine eigene). Der erste Schritt auf dem Schilfboden war eigenartig. Man merkt, dass es kein fester Untergrund ist und wir hatten das Gefühl ein wenig zu schwanken.

Die Bewohner machten es uns auf Decken gemütlich und der Guide erzählte uns von der Geschichte der Uros und der Technik, wie die Inseln gebaut und instandgehalten werden. Danach konnten wir noch die Hütten der Bewohner besichtigen.

Wir durften die Hütte der Präsidentin besuchen.

Bis hierhin war alles sehr interessant. Später merkten wir dann, dass es doch schon ziemlich kommerzialisiert wurde. Die Besucher werden förmlich gedrängt ein Souvenir zu kaufen und danach noch mit einem Boot aus Schilf (für ein paar Euro) zur Hauptinsel zu fahren. Dort kann man sich sogar einen Stempel für den Pass besorgen. Trotzdem war der Ausflug wirklich ein Erlebnis.

Bei der Rückfahrt, hat unser Boot zwei Mal den Geist aufgegeben. So trieben wir in der Dunkelheit auf dem Titicacasee dahin. Der Ausblick auf die Lichter der Stadt, machte das Ganze aber sogar ein wenig romantisch. Mit einem großen Messer als Werkzeug wurde der Motor dann schlussendlich wieder zum Laufen gebracht 🙂 Zurück in Puno machten wir in Punkto Essen noch einen echten Glücksgriff. Sparefrohgrundregel Nummer 1: Immer in den Seitenstraßen Essen gehen.  Für 8 Euro insgesamt haben wir eine Vorspeise, zwei Hauptspeisen und zwei Bier bekommen. Und die Portionen waren groß und lecker.

Um 8 Uhr morgens ging dann unser Bus zum nächsten Highlight unserer Reise – nach Cusco!


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